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Wald-Schaumkraut

(Cardamine flexuosa)

IV - X Home feucht-schattige Laubwälder
10 - 50 cm indigen LC
Synonyme: Cardamine sylvatica, Schlängel-Schaumkraut. Therophyt-Hemikryptophyt, coll-mont(-sa). Blüten sehr klein, mit 6 Antheren. Stängel hin- und hergebogen (geschlängelt). Der Stängel ist unten stärker behaart als bei C. hirsuta. Die Früchte überragen die Blütenknospen kaum, da sie eher waagrecht oder schräg nach oben abstehen (Lit).
 
 
 
Blüten, Früchte, Behaarung Stängel
Aufnahmen: 16.04.2019 Clontallagh

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1149. C. hirsuta L. (Behaartes Sch.)
Wurzel spindelig-faserig, 1 - vielstengelig, ohne Ausläufer. Stengel 2" - 1' hoch, gerade oder schlängelig, aufrecht oder aufsteigend, ästig oder einfach, kantig-gefurcht, so wie die Blätter zerstreut oder theilweise dicht behaart oder beinahe kahl. Blätter grasgrün oder durch stärkere Behaarung graugrün, 2 - 5paarig-fiederschnittig, an der Basis nicht geöhrlt. Abschnitte winkelig-gezähnt, geschweift oder ganzrandig, die der unteren Blätter rundlich oder eiförmig, der oberen gleichgestaltet oder länglich, keilig oder lineal. Endabschnitt grösser. Doldentraube unansehnlich, zur Fruchtreifezeit traubigverlängert. Kronblätter weiss, sehr klein, nur 1 - 1,5''' lang, oben höchstens 0,5''' breit, 2mal länger als der Kelch. Staubknoten gelb. Schoten 0,75 - 1" lang, 0,5''' breit, lineal, aufrecht oder schiefabstehend, locker. Samen ungeflügelt.
April — Mai auf Voralpen später


Aendert ab :

  • α campestris Fries. (C. hirsuta Sturm . — C. intermedia fl. dan.) Stengel 2 — 8" hoch, meist einfach, 2 - 4blättrig, fast kahl oder nur spärlich behaart. Stengelblätter 2 — 4paarig-fiederschnittig. Blüthen durch Fehlschlagen meist nur 4männig, manchmal aber auch 5männig. Schoten aufrecht und daher die obersten über die Blüthen der Doldentraube hinausragend,
  • β silvatica Gaud. (C. impatiens fl. dan. non L. — C. hirsuta Curt. fl. lond. — G. silvatica Link.) Stengel 0,5 - 1' hoch, meist ästig, reichblättrig, in der Regel stärker behaart. Stengelblätter 3 - 5paarig-fiederschnittig. Blüthen 6männig. Schoten weiter abstehend, daher über die Blüthen der Doldentraube kaum hinausragend.
    An schattigen, feuchten Waldstellen, Waldwegen, Waldrändern, unter Gebüschen.

α Im Sternwalde bei Leonfelden und in der Gäng im Rodelthale an der Hammermühle über Gneiss. An Waldabhängen ober der Wilheringer Anschlussmauer und am Hainzenbache über Granit. Im Geschiebe mehrerer Alpenwässer, z. B. in der Ens bei Steyr, der krummen Steyerling im Mollnerthale. Auf thonigen Aeckern um Kirchdorf u. s. über Wienersandstein und Kalk gebirgiger Gegenden. Am Traunfalle, um Gmunden, Ischl, Mondsee.
β Auf Gneissabhängen an der oberen Donau, unter Engelszell, Ranariedl, an Granitwänden oberhalb Margarethen bei Linz, in Wäldern des Haselgrabens, auf tertiären Hügeln des Pfennigberges, bei Mauthausen. Zu Linz, selbst im Grasgarten der Elisabethinerinnen in grösser Anzahl. Ueber Traunalluvium der Haide bei Wels, Puchberg, Gunskirchen. Um Aistersheim, Ried, Raab, Reichersberg. Ueber Wienersandstein der Alpenvorberge und in der Kalkvoralpenregion. An Häusern zu Lauterbach bei Kirchdorf (Schiedermayr), am Lindauerberge bei Neustift, ober dem Gleinkersee bei Windischgarsten (Oberleitner)."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 400), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.

 

 Letzte Bearbeitung 10.03.2023